ZUGFeRD-Rechnung aus Word oder Excel erstellen
Sie schreiben Ihre Rechnungen in Word oder Excel und ein Kunde verlangt jetzt eine E-Rechnung? Sie müssen weder Software kaufen noch die Vorlage umbauen: Exportieren Sie die Rechnung wie gewohnt als PDF, laden Sie sie oben hoch – und Sie erhalten dieselbe Rechnung als ZUGFeRD-Datei nach EN 16931 zurück. Prüfen ist kostenlos, bezahlt wird nur der Download.
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Warum das Word-PDF allein nicht mehr reicht
Eine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes ist ein strukturierter Datensatz nach EN 16931 – XML, das Buchhaltungssoftware ohne Abtippen verarbeiten kann. Ein PDF aus Word oder Excel ist nur ein Bild dieser Daten. Bis Ende 2026 dürfen Sie es im B2B-Geschäft noch mit Zustimmung des Empfängers verschicken, ab 2027 bzw. 2028 nicht mehr (alle Fristen). Schon heute schicken große Einkaufsabteilungen einfache PDFs zurück. Die Hintergründe erklärt der Ratgeber Rechnung in Word oder Excel schreiben – reicht das?; diese Seite hier ist der Weg, es zu lösen.
So wird aus Ihrer Word- oder Excel-Rechnung eine ZUGFeRD-Rechnung
1. Rechnung schreiben wie immer. In Ihrer Vorlage, mit Ihrem Logo, Ihrer Nummernlogik, Ihren Zahlungsbedingungen. Dann „Speichern als PDF" bzw. „Exportieren" – in Word, Excel, LibreOffice oder Pages.
2. PDF hochladen. Ins Feld oben ziehen. Die KI liest die Rechnung aus und füllt ein Prüfformular vor: Rechnungsnummer, Datum, Absender und Empfänger, Positionen mit Menge, Einzelpreis und Steuersatz, Netto, Steuer, Brutto. Sie kontrollieren die Werte – bei einer sauberen Vorlage ist das ein Blick von zehn Sekunden.
3. ZUGFeRD erzeugen und herunterladen. Die Rechnungsdaten werden als XML in Ihr PDF eingebettet und die Datei bekommt die PDF/A-3-Kennzeichnung, die ZUGFeRD verlangt. Vor dem Download prüfen wir gegen das offizielle Schema und die Geschäftsregeln der EN 16931. Erst wenn beides besteht, ist der Download frei. Das Ergebnis schicken Sie per E-Mail wie bisher.
Was Ihre Vorlage enthalten sollte
Die Umwandlung kann nur einbetten, was auf der Rechnung steht. Für eine gültige E-Rechnung braucht es die üblichen Pflichtangaben nach § 14 UStG – und zwei Dinge, die auf Word-Rechnungen oft fehlen:
- Leistungs- oder Lieferdatum, nicht nur das Rechnungsdatum („Leistungszeitraum: Juni 2026" reicht).
- Steuersatz je Position oder ein eindeutiger Hinweis, wenn alles zum selben Satz läuft. Bei Steuerbefreiung (z. B. Kleinunternehmerregelung) den Grund nennen – im Prüfformular wählen Sie ihn dann aus.
- Zahlungsbedingung mit Fälligkeitsdatum und Ihre IBAN – beides erwarten die Geschäftsregeln.
- Eine E-Mail-Adresse von Ihnen und – falls bekannt – vom Kunden.
Fehlt etwas, sehen Sie es im Prüfformular und tragen es dort nach; die Vorlage können Sie beim nächsten Mal ergänzen.
Excel-Rechnungen: ein Sonderfall
Excel-Vorlagen rechnen die Summen selbst – und runden manchmal anders als die EN 16931 es erwartet (Positionsbetrag gerundet, dann summiert). Das Prüfformular rechnet die Summen aus den Positionen nach und weist auf Cent-Abweichungen hin; die Umwandlung schreibt eine solche Abweichung als Rundungsbetrag ins XML, damit die Datei gültig bleibt. Sie müssen an der Excel-Datei also nichts ändern.
Was der Weg kostet – und was Sie sich sparen
- Hochladen, Auslesen, Prüfformular, Validierung: kostenlos.
- Download der ZUGFeRD-Datei: 1,99 € zzgl. USt (2,37 € brutto) pro Rechnung, ohne Abo, ohne Konto.
- Dagegen: Fakturierungssoftware ab 10–30 € im Monat plus Einarbeitung und Datenübernahme – für ein paar Rechnungen im Monat lohnt sich das nicht. Ab etwa 20 Rechnungen monatlich sind Credit-Pakete und die Stapel-Konvertierung der Mittelweg.
Verwandte Wege
- Rechnung an eine Behörde? Dann XRechnung erstellen ohne Software – gleicher Ablauf, anderes Zielformat mit Leitweg-ID.
- Sie sind Kleinunternehmer ohne USt-Ausweis? E-Rechnung als Kleinunternehmer erstellen.
- Sie haben schon ein PDF und wollen nur umwandeln: PDF in ZUGFeRD umwandeln.
Häufige Fragen zu ZUGFeRD aus Word und Excel
Muss ich meine Word- oder Excel-Vorlage umbauen?
Nein. Die Vorlage bleibt, wie sie ist. Wichtig ist nur, dass die Pflichtangaben einer Rechnung drinstehen – Rechnungsnummer, Datum, Anschriften, Steuernummer oder USt-IdNr., Positionen mit Steuersatz und die Summen. Das PDF exportieren Sie wie bisher.
Gibt es kein Add-in, das ZUGFeRD direkt aus Word erzeugt?
Es gibt Add-ins, sie sind aber an eine Office-Version gebunden, müssen auf jedem Rechner installiert werden und kennen Ihre Vorlage nicht – die Felder muss man trotzdem zuordnen. Der Umweg über das PDF funktioniert mit jeder Word-, Excel-, LibreOffice- oder Pages-Version und ohne Installation.
Erkennt die KI meine Vorlage zuverlässig?
Sie liest den Text des PDFs und ordnet ihn den Rechnungsfeldern zu – Rechnungsnummer, Datum, Absender, Empfänger, Positionen, Steuersätze, Beträge. Bei unüblich platzierten Angaben kann ein Feld leer bleiben oder falsch belegt sein; genau dafür gibt es das Prüfformular, in dem Sie alles sehen und korrigieren, bevor die Datei erzeugt wird.
Sieht mein Kunde einen Unterschied?
Nein. Die ZUGFeRD-Datei ist Ihr Original-PDF mit einem eingebetteten XML-Anhang. Layout, Logo und Schriften bleiben identisch. Nur die Buchhaltungssoftware des Kunden erkennt zusätzlich die strukturierten Daten.
Was kostet das?
Hochladen, Auslesen und Prüfen sind kostenlos. Der Download der fertigen ZUGFeRD-Datei kostet 1,99 € zzgl. USt (2,37 € brutto) pro Rechnung – ohne Abo. Bei vielen Rechnungen im Monat sind Credit-Pakete oder die Stapel-Konvertierung günstiger.
Kann ich statt ZUGFeRD auch eine XRechnung erzeugen?
Ja, mit demselben PDF: Im Prüfformular wählen Sie das Zielformat. Für Behörden brauchen Sie XRechnung mit Leitweg-ID, für Geschäftskunden ist ZUGFeRD die bessere Wahl, weil das PDF lesbar bleibt.
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